Fake als Wirtschaftsprinzip.

20. November 2009 von drikkes

Als Werber kann man ein Plagiat einfach als Lob verstehen. Man hat eine so gute Idee, daß andere sie für wertvoll genug halten, um sie zu koperen.
Bei „handfesten“ Produkten sieht die Sache eben anders aus. Mode würde ich dort allerdings fast wieder ausnehmen, weil ich einfach mal behaupte, ohne ihre ganzen Kopien wäre eine Tasche von Louis Vuitton nur die Hälfte wert. Nicht umsonst hat Prada mal in seinem New Yorker Flagship Store Computer aufgestellt, damit die Kunden auf ebay nach Prada-Fakes zu suchen in der Lage gewesen sind.

(kommentiert bei textergesucht.blogspot.com/)

Über Enke und Werther

17. November 2009 von drikkes

Wahrscheinlich gäbe es auch viel weniger Penner, wenn wir sie komplett aus dem Blickfeld der Innenstädte verbannten. Und wenn man dann noch Berichte über andere Aussteiger unterbände, dann funktionierte unsere Gesellschaft bestimmt reibungsloser.
Was kommt danach? Sender wie Kabel1 für ihre Auswandershows rügen, weil durch diese Beispielabgeberei dem deutschen Staate ein gesamtwirtschaftlicher Schaden entsteht? (Stimmt wahrscheinlich noch nicht einmal, sind ja nur die Loser, die ihr Glück in der Fremde suchen…)

(kommentiert bei stefan-niggemeier.de/)

Was Modeblogs versprechen…

27. Oktober 2009 von drikkes

Okay, die Bilder sind früher verfügbar und neben Print- sitzen jetzt auch Online-Journalisten bei den Modeschauen. Das allein reicht wohl noch nicht einmal für eine „kleine“ Revolution in der Modewelt. Gerade der Teil, warum die erfolgreichsten Modeblogger zumeist auch die handzahmsten ist, hätte näher beleuchtet werden sollen. Wie gut laufen die Blogs der Verlage und Fashionfimen, wie sieht da das Verhältnis zur (Hobby-)Konkurrenz aus?

Die Hersteller machen weiter wie bisher und die PR-Agenturen haben jetzt einen umfangreicheren eMail-Verteiler, sonst ändert sich nicht viel.

(kommentiert bei modekommentar.de/)

Ach Deutschland

22. Oktober 2009 von drikkes

Okay, das typisch deutsche Gejammere: geschenkt. Daran lässt sich wohl sowieso nichts ändern, damit gilt es umzugehen, fertigzuwerden. Man muß es als nationale Prämisse wohl einfach hinnehmen, auch wenn man im globalen Netz agiert.

Und da bringt es auch nicht viel, auf die Verlogenheit des gewählten Kritikstandpunktes hinzuweisen. Der Spagat, oft von ein und derselben Person vollführt, ist so offensichtlich, daß man es schon gar nicht mehr als Verlogenheit brandmarken kann; die integrierte Janusköpfigkeit (nicht nur) der digitalen Avantgarde ist einfach das Gesetz der Abgrenzung – Neuland zu entdecken ist eben viel anstrengender.

Auf der einen Seite: Wenn es etwa gegen die Online-Aktivitäten etablierter Verlage und deren Forderungen (Urheberrecht, Leistungsschutz, …) aufzubegehren gilt, dann wird gerne auf die demokratische Veranlagung des Internets verwiesen. In diesen Zusammenhang ist auch die Kritik am Gebaren von Großkonzernen à la Lufthansa und Vodafone zu verordnen. Das Netz ist bitteschön für alle da.

Auf der anderen Seite: das meist unausgesprochene (Möchtegern-)Elitedenken. Dieselben Kritiker lamentieren bei jeder neuen Meldung darüber, daß Twitter nun endlich im Mainstream angekommen sei. Freuen sich insgeheim darüber, daß die ganzen Prolls auf den VZs hängenbleiben und man auf Facebook noch relativ unter sich ist. Niemand will der durchschnittliche kleine Mann auf der Straße sein, aber zu öffentliches Ausstellen der Andersartigkeit mündet schnell im Vorwurf der Angeberei.

Einen Lösungsvorschlag habe ich natürlich auch nicht. So, ich lese jetzt erst einmal in der Printausgabe der ZEIT den Artikel über die „Höfische Gesellschaft 2.0″.

(kommentiert auf wiredvanity.com/)

Warnungen auf Modezeitschriften

23. September 2009 von drikkes

Als Disney-Hasser fände ich es lustig, wenn in den Pixar-Filmen von der ersten bis zur letzten Minute “Daueranimationssendung” am oberen linken Bildrand stehen müßte. Ich bin uneingeschränkt für diesen Regelungsvorschlag.

(kommentiert bei maedchenmannschaft.net/)

Support (Update)

19. September 2009 von drikkes

Ich verstehe das Problem nicht wirklich. Man ist diese Art von Beiträgen von Dir gewohnt, Kai. Für mich machen sie zu einem nicht unerheblichen Teil das speziell stylespioneske Lesevergnügen aus. Wie man einigen obigen Kommentaren entnehmen kann, stehe ich mit dieser Meinung nicht allein da.

Sei’s drum. Es scheint auch die andere Sorte zu geben, die schlicht bedient werden will, die Stylespion als reines Newsangebot sehen. Sie gestehen Dir einen gewissen Geschmack (bei der Auswahl der Beiträge) zu und wären froh, wenn Du ansonsten die Klappe halten würdest. Ich will gar nicht kritisieren, daß sie den – für mich höchst interessanten – „Blick hinter die Kulissen“ als reine Selbstbeweihräucherung verstehen. Es interessiert sie einfach nicht. Punkt.

Ich frage mich allerdings, warum sie diese Artikel dann trotzdem lesen. Aus der Überschrift oder spätestens nach den ersten drei Zeilen wird die Intention des Posts ersichtlich. Aber um ihnen entgegen zu kommen, ein Vorschlag: Vielleicht kennzeichnest Du diese Artikel in Zukunft noch etwas deutlicher. Oder denkst darüber nach, sie für Leute, die offenbar glauben, wenn sie ihren Feedreader nicht brav auflesen, gibt es morgen schlechtes Wetter, aus dem RSS in eine eigene Unterrubrik auszugliedern.
Dafür hättest Du mit mir jedenfalls den ersten Abonnenten sicher. (Bisher komme ich immer via getwitterten Link auf Deine Seite.)

(kommentiert bei stylespion.de/)

Unverehrte Telekom!

16. September 2009 von drikkes

Das sehe ich genauso:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir vertreten die rechtlichen Interessen Ihres Kunden Hendrik S.

Unser Mandant hat einen iPhone-Vertrag der 1. Generation. Mit dem Softwareupdate für das iPhone unseres Mandanten haben Sie die Möglichkeit gesperrt, dieses iPhone als Datenmodem für Netbooks etc. zu verwenden (Tethering).

Hierzu sind Sie nicht berechtigt. Laut Vertrag ist Leistungsgegenstand, dass unser Mandant über das iPhone oder andere Geräte ins Internet gehen kann. Gemäß der nach wie vor für unseren Mandanten gültigen AGB und der Preisliste ist die Nutzung als Modem nicht untersagt und somit als übliche Nutzung zulässig. Nur vorsorglich weisen wir darauf hin, dass in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen im 3. Abschnitt “Netzleistung” sogar ausdrücklich die Nutzung als Modem erwähnt und zugelassen wird.

Auch beim eingeräumten Datenvolumen laut Preisliste werden keine Einschränkungen gemacht.

Eine einseitige Änderung des Vertragsinhaltes, wie von Ihnen vorgenommen, ist nicht zulässig. Sie erbringen derzeit Ihre vertragliche Leistung nicht hinreichend, indem Sie unserem Mandanten eine für ihn wichtige Nutzungsmöglichkeit des iPhones vereiteln. Wir fordern Sie auf, unserem Mandanten das Tethering bis spätestens 24. September 2009 zu ermöglichen.

Sollte die Frist erfolglos verstreichen, wird unser Mandant den Vertrag aus wichtigem Grund fristlos kündigen und Schadensersatz geltend machen. Herr S. nutzt das iPhone mit dem Netbook. Er ist hierauf beruflich wie privat angewiesen. Die einseitige Sperrung stellt also eine gravierende Vertragsverletzung dar, welche zur fristlosen Kündigung berechtigt.

Wir machen vorsorglich darauf aufmerksam, dass die Problematik in Ihrem Hause bekannt ist. T-Mobile hatte zunächst ausdrücklich zugesagt, dass Kunden der ersten Vertragsgeneration wie unser Mandant weiter Tethering nutzen können. Aus nicht nachvollziehbaren, juristisch jedenfalls unhaltbaren Gründen ist diese Zusage dann wieder zurückgenommen worden.

Wir bitten Sie ausdrücklich darum, diese Mail der Rechtsabteilung oder der Geschäftsleitung vorzulegen.

Viel Erfolg!

(übernommen aus dem lawblog.de/)

400.000 Euro für den ADC? Wozu…?!?

15. September 2009 von drikkes

Solange es eine Stadt gibt, die dumm genug ist, den Preis zu zahlen – so what?! Als Kölner hätte ich mich beispielsweise über das DFB-Museum in meiner Stadt gefreut, kann aber vollkommen verstehen, daß Dortmund den Zuschlag bekommen hat. Köln ist eben nicht bereit gewesen, dem DFB ein Grundstück in Toplage dafür zu schenken.

(kommentiert bei Spießer Alfons @ otr.de/)

Wahlkampf im Netz – die Messlatte liegt hoch

9. September 2009 von drikkes

Wenn vor allem Politik für alte Leute gemacht wird (siehe Rente), dann braucht man sich auch nicht darüber zu wundern, daß die etablierten Parteien vor allem auf alte Medien setzen und im Netz nur mit einem Deckmäntelchen / einer Wendejacke vertreten sind.

(kommentiert auf netzpolitik.org/)

AIDS is a serial killer – new campaign

8. September 2009 von drikkes

Das Hitler-Plakat habe ich die Tage schon gesehen. Ich bin sicherlich nicht zimperlich und für etwas Aufmerksamkeit darf man gerne auch mal schocken , aber diese Kampagne finde ich geschmacklos.

(kommentiert bei kleinjinx.tumblr.com/)